Trennungsschmerz à la Hostpoint

Mittwoch, 23. Januar 2008 um 5:25 Uhr

Heute Morgen beschrieb ich das Hin und Her zwischen dem Schweizer Hosting-Anbieter «Hostpoint» und MacMacken im Bezug auf die Kündigung vom Dezember 2007. Für mich unerwartet fand sich in dieser unerfreulichen Angelegenheit heute Vormittag doch noch eine Lösung, so dass ich mich entschieden habe, den ursprünglichen Blogeintrag durch diesen Hinweis zu ersetzen – es wäre unfair gegenüber Hostpoint an prominenter Stelle in diesem Blog über ein Problem zu schreiben, dass nicht mehr besteht.

Bei etwaigen Fragen stehe ich gerne per E-Mail an macmacken@macmacken.com Rede und Antwort! :)

Nachtrag: BloggingTom hat den heute Morgen beschriebenen Sachverhalt in seiner Kolumne bei «Inside-IT» treffend auf den Punkt gebracht – merci an Patrick für den Hinweis!

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21 Kommentare zu «Trennungsschmerz à la Hostpoint»

  1. dideldei sagt:

    Wie wäre es mit nicht bezahlen? Leistung erbringen sie ja nicht mehr und wenn sie Geld haben wollen, müssen die es einklagen. Und das lohnt ja anscheinend nicht.

  2. MacMacken sagt:

    Wie wäre es mit nicht bezahlen? Leistung erbringen sie ja nicht mehr und wenn sie Geld haben wollen, müssen die es einklagen. Und das lohnt ja anscheinend nicht.

    … für mich unerwartet fand sich doch noch eine Lösung – ich habe deshalb meinen Blogeintrag abgeändert (siehe oben). Im Bezug auf Fälle dieser Art im Allgemeinen hast Du zwar Recht, aber eingeklagt zu werden oder zumindest damit rechnen zu müssen, ist unangenehm und es lohnt sich meiner Meinung nach nicht, sich wegen einem tiefen bis mittleren dreistelligen Betrag während Wochen und Monaten weiter zu ärgern. Insofern bin ich froh, dass es möglich war, einen für mich erfreulichen Schlussstrich zu ziehen! :)

  3. Patrick sagt:

    dafür berichtet jetzt bloggingtom auf inside it darüber…. (http://www.inside-it.ch/fronte.....s.id=13119)

  4. MacMacken sagt:

    @Patrick: Gut zusammengefasst von BloggingTom! :D

    Um die Leser von BloggingToms Kolumne bei «Inside-IT» nicht ins Leere laufen zu lassen, habe ich nun den ursprünglichen Blogeintrag als Bilddatei verlinkt – damit sollte das Gleichgewicht zwischen Fairness und Transparenz ausreichend gewahrt sein.

  5. BloggingTom sagt:

    Nicht bezahlen wie “dideldei” es vorgeschlagen hat, wäre auch die Lösung meiner Wahl gewesen. Insofern kann ich Deine Angst, eingeklagt zu werden, nicht ganz nachvollziehen, schliesslich wurde Dir die ausserterminliche Kündigung nach Deinen Aussagen ja schriftlich gewährt. Inwiefern man danach noch eingeklagt werden sollte, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Aber offenbar hat sich ja Hostpoint doch noch eines Besseren belehren lassen. Oder hab’ ich da was falsch verstanden?

  6. MacMacken sagt:

    Nicht bezahlen wie “dideldei” es vorgeschlagen hat, wäre auch die Lösung meiner Wahl gewesen. Insofern kann ich Deine Angst, eingeklagt zu werden, nicht ganz nachvollziehen, schliesslich wurde Dir die ausserterminliche Kündigung nach Deinen Aussagen ja schriftlich gewährt. Inwiefern man danach noch eingeklagt werden sollte, entzieht sich meiner Kenntnis.

    In einem ersten Schritt hätte Hostpoint die Betreibung einleiten müssen – eine solche lässt sich zwar problemlos per Rechtvorschlag zurückweisen, ist aber bereits lästig. Und so weiter …

    Aber offenbar hat sich ja Hostpoint doch noch eines Besseren belehren lassen. Oder hab’ ich da was falsch verstanden?

    Nein, das ist richtig – vom zeitlichen Ablauf her könnte auch Deine Kolumne einen Einfluss darauf gehabt haben … :)

  7. BloggingTom sagt:

    Wer weiss ;-) Zumindest habe ich mir eine erneute Anfrage bei Hostpoint diesesmal gespart, schliesslich war man schon das letzte Mal nicht wirklich gesprächig mit mir…

  8. MacMacken sagt:

    … zum Glück gibt es mit dem aktuellen MacMacken-Hoster noch keinen Ärger, im Gegenteil, bei etwaigen Fragen ist gerade die Kommunikation ausserordentlich gut.

    Generell lautet für mich das Fazit aus meinen Erfahrungen mit Hostpoint und anderen Hostern, dass man versuchen sollte, möglichst unabhängig vom aktuellen Hoster zu bleiben, so dass man bei Bedarf mit geringstmöglichem Aufwand wechseln kann. Dazu zählt für mich beispielsweise, dass ich meine Domainnamen selbst bezahle und verwalte (oder einen vertrauenswürdigen Verwalter damit beauftrage) sowie bei den verwendeten Web-Anwendungen möglichst nahe an standardmässigen PHP/MySQL-Installationen bleibe. Letzteres ist nicht immer einfach und manchmal gar nicht möglich, aber immerhin ein guter Vorsatz! ;)

  9. Taleb sagt:

    Ich finde Dein Verhalten gut. Du zeigst einen Missstand auf reitest aber nicht unnötig darum herum. Warum noch Salz in die Wunden streuen wenn es ohne geht?

    Bloggingtom finde ich auch immer gut. Ich lese Deine Texte sehr gerne. Weiter so!

  10. Philippe sagt:

    Ich kenne das als langjähriger Exkunde bestens von Hostpoint mit den falschen Rechnungen und sich gegenseitig ausschliessenden Aussagen. Vermutlich kamen mehr falsche als korrekte Rechnungen. Immer wieder wird beteuert dass man sich da und dort verbessere und nichts geschieht. Die Zeit die man mit Richtigstellen und Beschweren verbratet zahlt einem natürlich niemand. Inzwischen bin ich zum Glück bei einem fähigen Provider. Das spart Zeit und Nerven. Wer mit den Rapperswilern Zeit verplämpern will nur zu – es lohnt sich aber nicht.

  11. MacMacken sagt:

    @Philippe: Wo bist Du jetzt «daheim»?

  12. Max sagt:

    Ich lach mich kaputt! Ausgerechnet Ghostpoint macht Werbung mit Datensicherheit!

    Wer es nicht glaubt: http://www.persoenlich.com/new.....wsid=73105

  13. MacMacken sagt:

    @Max: Ist diese Schadenfreude wirklich notwendig? :roll:

  14. Philippe sagt:

    @MacMacken1: Sagen wirs mal so, einen neuen Hoster zu nennen an einem Ort wo der alte (meiner Meinung zurecht) scharf kritisiert wird ist mir punkto UWG zu heikel.

    @MacMacken2: Angesichts dessen wieviel Zeit und Ärger mich und vielleicht auch Max die Unfähigkeit von Hostpoint in allen möglichen Situationen gekostet hat finde ich etwas Schadenfreude verständlich. Zudem verstehe ich nicht wieso man nicht zuerst seinen Laden in Ordnung bringt (zB für stabile Server sorgt, die Komm verbessert, den Support ausbaut und vielleicht weniger Kunden auf eine Maschine legt) und erst dann Werbung schaltet.

  15. BloggingTom sagt:

    @Philippe: Das UWG sehe ich nicht als Problem, da Du ja “nur” den neuen Hoster nennst, ohne eine bestimmte Wertung abzugeben. Das entspricht jedoch meiner persönlichen Meinung, ich bin kein Rechtsexperte.

    Hostpoint meldet heute übrigens eine Umsatzsteigerung im 2007 von 1,5 Millionen auf insgesamt 6,5 Millionen Franken und eine Kundenanzahl von 55′000 (siehe Meldung der Netzwoche). Gleichzeitig wird auch die Einstellung einer “starken Schweizer Führungspersönlichkeit” auf den 1.4.2008 gemeldet, der “von einem grossen Hosting Provider” abgeworben wurde. Ich bin ja mal gespannt, ob die Führungspersönlichkeit die Technik- und Kommunikationsschwierigkeiten in den Griff bekommen wird.

  16. Philippe sagt:

    @Punkt1: Ich will kein Risiko eingehen. Hier ist ja genug die Rede von offenbar zufriedenstellenden Hostern :)

    @Punkt2: Immer wieder erstaunlich mit wie wenig sich Menschen zufrieden geben.

  17. MacMacken sagt:

    @BloggingTom:

    Hostpoint meldet heute übrigens eine Umsatzsteigerung im 2007 von 1,5 Millionen auf insgesamt 6,5 Millionen Franken und eine Kundenanzahl von 55′000

    … umso erstaunlicher, dass Hostpoint Mühe bekundete, ohne mühsames Hin und Her auf ein paar 100 Franken Umsatz zu verzichten.

    Interessant wäre zu wissen, wie viel vom erwähnten Umsatz- und Kundenwachstum eingekauft wurde. Umsatz zu erzielen und Kunden zu gewinnen ist bekanntlich viel einfacher als profitabel zu wirtschaften. Schade, dass von Hostpoint keine relevanten Kennzahlen verfügbar sind!

    Das UWG sehe ich nicht als Problem, da Du ja “nur” den neuen Hoster nennst, ohne eine bestimmte Wertung abzugeben.

    Ich sehe diesbezüglich auch kein Problem. Wir können sowieso nicht beurteilen, wie gross die Probleme bei Hostpoint wirklich sind, zumal sich erfahrungsgemäss in erster Linie unzufriedene Kunden öffentlich äussern. Im Fall von Hostpoint kann man aus den bekannten Äusserungen auf viele Einzelfälle schliessen, aber es bleiben Einzelfälle – wobei Philippe richtig schreibt, dass die meisten Hosting-Kunden mit erstaunlich wenig zufrieden sind.

    In meinem ursprünglichen Blogeintrag übrigens erwähne ich auch zufriedene Hostpoint-Kunden (Fussballclub Aarau und Freemedia-Verlag).

    @Philippe:

    Zudem verstehe ich nicht wieso man nicht zuerst seinen Laden in Ordnung bringt (zB für stabile Server sorgt, die Komm verbessert, den Support ausbaut und vielleicht weniger Kunden auf eine Maschine legt) und erst dann Werbung schaltet.

    … offensichtlich kann man im Hosting-Geschäft die meisten Kunden auch ohne all das halten beziehungsweise sind die meisten Kunden nicht bereit, Stabilität und so weiter einzufordern. Ein Wechsel zu einem anderen Hoster ist häufig viel einfacher als sich auf Ärger mit dem aktuellen Hoster einzulassen.

  18. Blog360 sagt:

    Hostpoint – oh, Hostpoint!…

    Befürchtet habe ich es ja, aber ich hatte noch Hoffnung – vergebens. Da ich die Kündigungsfrist von 30 Tagen nicht eingehalten habe (war leider 25 Tage zu spät) möchte mir Hostpoint ein volles weiteres Jahr Hosting verrechnen.
    Eine weitere Anfrage …

  19. DrHouse sagt:

    Auch wenn ich mit der technischen Seite von Hostpoint äusserst zufrieden gewesen bin, ist das, was dort unter “Buchhaltung” verstanden wird, sehr viel peinlicher als alles, was ich in zehn Jahren als Oekonom / Betriebswirt zu sehen bekommen habe:

    Nachdem umzugsbedingt (?) Rechnungen auf der Strecke geblieben sind, wurde einfach Inkasso betrieben – ohne vorab zu mahnen oder anzurufen (auf der hinlänglich bekannten Funktelefonnummer), von einer schlichten Mail über / an den eigenen Server ganz zu schweigen … Und natürlich hat sich der damit verbundene Mehraufwand, obwohl offenkundig überflüssig, mit Zins und Zinseszins auf meiner Rechnung wieder gefunden … Und ich Trottel habe noch versucht, über eine Vernunftlösung zu verhandeln, statt mich sofort hinter einem Anwalt in Sichereit zu bringen …

    500 Franken (!) später ist mir zumindest klar, wie man auf perfekte Weise Kunden vergrault :-(

  20. Geprellter (Ex?) Kunde sagt:

    HostPoint schafft es nie eine Rechnung zuzustellen und dann direkt ein Inkassobüro zu beauftragen mir das Geld mit Betreibungsandrohung abzuringen … natürlich mit einem Saftigen Zuschlag.

    Ursache: Die Administration von Hostpoint hat mein Fax mit der Adressänderung zwar erhalten und einen Teil der Instruktionen darauf auch ausgeführt (musste nur noch 25% der ursprünglich geforderten Unsumme zahlen). Nur die Adressänderung ging verloren. Danach hatte Hostpoint halt keine aktuelle Rechnungsadresse mehr von mir …

    Wirkung: Na, Dr.House hat’s beschrieben …

    Übrigens: Meine Adresse ist bei der gehosteten internetadresse perfekt hinterlegt, meine Telefonnummer ist immer noch dieselbe … wie wäre es wenn Hostpoin 1 Minute in die Richtigstellung (der selbstverschuldet falschen!) Adresse investieren würde?

    200 Franken (!) später ist mir zumindest klar, wie man auf perfekte Weise Kunden vergrault :-)

  21. DrHouse sagt:

    Das Accounting von Hostpoint macht keine Fehler – so zumindest die schriftliche Aussage des Managements der “Pointless Hoster” …

    Interessant fand ich aber den Kommentar meines Anwalts zu den Versuchen sowohl von Hostpoint als auch deren Bluthunden (die sich besser “Justitia? Wer ist das? Kennen wir nicht …” nennen würden), die selben Rechnungen zweimal einzutreiben:

    Die lieben Schweizer würden im Zweifel eher zahlen als Betreibungen zu riskieren oder gar Anwälte einzuschalten – was die ein oder andere Firma dazu verleitet, Rechnungen zu stellen, die jeder juristischen Grundlage entbehren … ein Schelm, wer dahinter ein Geschäftsmodell vermutet ;-)

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